HELMUT RIELÄNDER
Malerei, Grafik und Installationen

Selbdritt 90 x 64 Acryl auf Lw. und Holz 1986/87

Seit über 35 Jahren beteiligt sich Helmut Rieländer an unterschiedlichen Kunst- und Kulturprojekten. Dabei gilt sein Augenmerk besonders gesellschaftlichen Belangen, Veränderungen, Entwicklungen, Tendenzen, Ereignissen und Alltäglichkeiten. Waren es in der frühen Phase schnelllebige Grafiken, Plakate und parolenhafte Realisierungen mit eindeutig parteilicher Aussage, so umschreibt er nun seine Arbeitsweise und die Veränderung seines Sujets im Ausstellungskatalog 'Kinder des Olymps' (Manske, H.-J./ Michelers, D./ Seite 29 /Bremen 1998) mit den Worten:

»Surreal bis experimentell, expressiv. Im Prinzip habe ich zu den Wurzeln zurückgefunden. Surrealismus und Romantik haben eine gewisse Nähe; diese Nähe fasziniert mich - beispielsweise in den Werken von Max Ernst oder Caspar David Friedrich. Die Verknüpfung von Psychologie, eigener Befindlichkeit und Geschichte sowie der historische Kontext interessieren mich nicht nur in den Biographien, sondern bilden auch eine Verbindung zur eigenen Arbeit. ...«

Und über sieben Jahre später darauf Bezug nehmend:
"So beginne ich mich nun mit meiner unmittelbaren Umgebung zeichnerisch und malerisch auseinander zu setzen. Im gegenwärtigen Projekt "Die Stadt - der fremde Blick" befinde ich mich in einer Auseinandersetzung mit visuellen und emotionalen Eindrücken urbaner Strukturen. Widersprüchlichkeiten verlaufen zwischen gewachsenen organischen Strukturen auf der einen Seite und Zerstörung, Desaster auf der anderen Seite: ein Nebeneinander von Harmonie und Dynamik sowie Dissonanz und Zerstörung."

(Bremen im Febr. 2006)

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